
Musik für 11 Spieler*innen
Erst durch das Zusammenwirken von 11 Fußballspieler*innen und ihren individuellen Fähigkeiten entsteht das, was den Fußball als Teamsport erst funktionieren lässt, was seine einzigartige Magie ausmacht und was das Publikum am Fußball liebt: Taktische Formationen, das Pass- und Positionsspiel, Kombinationen, Vorlagen und Torabschlüsse. DasKollektiv ist stärker das Individuum, das Ganze ist immer mehr als seine einzelnen Teile. Das Ensemble gewinnt.
Die Analogien zum gesellschaftlichen Miteinander, aber auch zum Zusammenspiel von Musiker*innen liegen auf der Hand und sind dabei so offensichtlich, dass sie bislang noch selten in einem Fußballkulturprogramm tatsächlich sinnvoll dargestellt wurden. Es gab bereits live vertonte (z.B. Matthew Herbert, 2024), getanzte (Discofoot) oder mit Ballett kombinierte Fußballspiele, aber „Musik für 11 Spieler*innen“ wählt einen anderen Zugang.
Inspiriert wird es einem Klassiker der Minimal Music, Steve Reichs „Music For 18 Musicians“, bei denen das einerseits genau geplante, dennoch aber der Improvisation und den menschlichen Faktoren von eigener Interpretation und leichter Ungenauigkeit unterworfene, kompositorische Prinzip, die Grundlage bildet für ein hochhypnotisches Klangkunstwerk, bei dem die einzelnen Töne der Musiker*innen zu einem gemeinsamen, großen Ganzen verschmelzen.
Für dieses Konzert werden 11 Musiker*innen werden auf einem Fußballfeld wie in einer taktischen Grundformation angeordnet. Die Musiker*innen müssen Blickkontakt halten und untereinander kommunizieren, um ihr Spiel zu synchronisieren. Jede*r Musiker*in steigt zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt in das Spiel ein. Um dies sichtbar zu machen, verstärken über den Musikern angebrachte Lichtkegel die Wahrnehmung des Publikums, wer wann Teil des kollektiven Klangs wird. Durch die Kombination aus Spielfeld, Lichtregie und Komposition entsteht ein dreidimensionaler Raum, in dem die Kraft von Kooperation, Zusammenspiel und Kollektiv auf eine fast synästhetische Art vermittelt, zu sehen, zu hören und zu fühlen sein wird.
Künstlerische Leitung: Gregor Schwellenbach
Produktion: Freunde der Volksmusik
Mit freundlicher Genehmgung des ESV Olmypia Köln e.V.